Knoblauch confiert
Confierter Knoblauch ist derzeit für die Interessierten unter uns ein ständiges Thema auf den diversen Socialmedia Plattformen. Confieren bedeutet ja nichts anderes als Lebensmittel in Öl oder Fett bei niedriger Temperatur, also unter 90°, zu garen und so den Geschmack hervorzuheben und eine tolle Konsistenz des Produktes zu erzielen. Natürlich dient es auch der Haltbarmachung.
Man nehme zum Beispiel den unglaublich köstlichen Confit de canard der Franzosen. Sie legen die zuvor marinierten Entenkeulen ins Entenfett und garen sie ganz langsam bei ca. 85°, bis sie weich und saftig sind. Dann legen sie die Keulen in Tongefäße – geht aber auch mit Gläsern etc. – und gießen das Fett vom Confieren darüber, bis alles bedeckt ist. So halten die Keulen monatelang und wenn Bedarf oder Gusto besteht, werden die Keulen im heißen Rohr knusprig gebraten und ein Festschmaus steht auf dem Tisch.
Heute aber zum Knoblauch: wenn man ihn in Öl gart, bekommt man etwas Unvergleichliches: der Knoblauch behält zwar seinen typischen Geschmack, aber die Schärfe und Penetranz des rohen Produktes verliert er. Man kann ihn essen, ohne gleich nach Knoblauch zu stinken und obendrein bekommt man ein köstliches Knoblauchöl. Noch dazu ist das Ganze richtig easy:
So viele Knoblauchzehen wie ihr wollt schälen und in eine Schüssel geben. Den Knoblauch mit Oliven- oder Pflanzenöl nach Wahl bedecken.
Mit Vakuumierer:


Das Ganze in einen entsprechenden Beutel geben, NUR verschweißen (nicht vakuumieren) und anschließend entweder mit dem Sousvide Stick oder im Backrohr im Wasserbad bei ca. 80 – 85° ungefähr 45 min garen. Die Garzeit hängt von der Frische und der Größe des Knoblauchs ab. Ob der Knoblauch schon gar ist prüft man am besten, indem man versucht eine Zehe zu drücken. Falls sie noch hart ist, gibt man 10 min Garzeit dazu.
Ohne Vakuumierer:

Die ofenfeste Form ins Backrohr stellen und wie oben garen. Dies erzeugt einen deutlichen Geruch. Bitte darauf achten, dass der Knoblauch mit Öl bedeckt ist.
Auskühlen lassen und probieren – im nächsten Blog kommen Anwendungsmöglichkeiten
In diesem Sinne – selbst machen ist einfach und macht glücklich!
Bis bald, Eure Andrea
